Praxis für Chinesische Medizin Gerd Wiesemann Ph.D. Doktor der chinesischen Medizin, China 大医精诚. 唐. 孙思邈
Praxis für Chinesische MedizinGerd Wiesemann Ph.D.Doktor der chinesischen Medizin, China 大医精诚. 唐. 孙思邈

 

Qi Kung / Tai Chi Chuan

 

Qi gong ( Dao yin / An qiao), Tai chi chuan, Meditation

 

Qi gong ist eine der chinesischen Künste mit einer sehr alten Tradition, um die Gesundheit zu erhalten und das Leben zu verlängern. Nach den historischen Schriften existieren diese Gesundheitsübungen schon seit über 4000 Jahren. Der Begriff Qi gong (auch Qi kung) "Energie Arbeit" ist erst seit ca. 300 Jahren in Gebrauch. Die alten Bezeichnungen dafür sind Dao yin und An qiao.

"Dao yin" heißt "Leiten und Dehnen". "An qiao" bezieht sich auf die Bewegungen / Positionen des Qi gong oder Dao yin. "An" heißt Massage, oder "heben und senken der Handgelenke" und "qiao" bedeutet hochheben oder "mit angezogen Zehen gehen".

Es existieren 5 Schulen des Qi gong: die taoistische, die buddhistische, die konfuzianische, die medizinische und die Schule des Boxens (der Kampfkünste). So verschieden auch ihre Ziele sind - Schulung des Geistes, des Körpers, der Kraft, der Gesundheit und Gesunderhaltung, Schulung der ethisch - moralischen Lebensführung-, so gibt es jedoch nur drei Qi-gong Methoden. 

  • Stilles Qi gong (jing gong)
  • Dynamisches Qi gong (dong gong) und
  • Qi gong in Ruhe und Bewegung (jing dong gong).


Wird bei einer Übung mehr Wert auf das äußere Qi gong (wei gong) gelegt, liegt der Schwerpunkt bei den anderen Übungen mehr auf dem inneren Qi gong (nei gong). In allen Schulrichtungen wird dabei der Geist trainiert, die Atmung geschult und die Form/Haltung geübt. In der zuletzt genannten Schulung der Form, unterscheidet man die

  • Übung im Gehen
  • im Stehen
  • im Sitzen
  • im Liegen,
  • im Knien und
  • sowie die Übung der Selbstmassage.

Qi gong umfaßt eine Vielzahl unterschiedlicher, "praktischer", Übungen, die konzentriert durchgeführt werden. Übungen in Bewegung und/oder Ruhe, innerlicher und/oder äußerlicher Art, gepaart mit speziellen Atemtechniken um:

  • das Qi zu trainieren
  • die San Bao (= drei Kostbarkeiten d.h. Jing-Qi-Shen auf
  • deutsch:Körper - Geist und Seele) zu harmonisieren
  • den Körper zu stärken
  • Energie aufzubauen
  • den Fluß des Qi´s und des Blutes zu regulieren
  • die Meridiane durchgängig zuhalten oder zu öffnen
  • den Geist zur Ruhe zu bringen
  • um ein größeres Bewußtsein und mehr Klarheit zu entwickeln,
  • um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und um Krankheiten vorzubeugen.

Kräutermedizin, Akupunktur, Massage etc. sind Therapieformen äußerlicher Natur, hier muß der Therapeut in die Energetik des Körpers von außen her eingreifen, um die Energiekanäle (Jing luo) des Körpers durchgängig zu machen, um die Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen. Qi gong dagegen ist ein "inneres" Therapiesystem. Im Grunde heilt sich der Patient selber. Der (Qi gong) Arzt wird zum Lehrer, zum Leiter, der nur hilft, Anweisungen gibt, aber nicht direkt in das Energiegeschehen eingreift. Der Kranke wird dadurch direkt in seinen eigenen Heilungsprozeß integriert. Sowohl Meditation, als auch Tai chi chuan, aber auch die anderen Kampf- und Kriegskünste (Wushu) können als Gesundheitsübungen durchgeführt werden und damit zu den Qi gong Übungen gerechnet werden. Auch wenn das Qi gong eine eigenständige und sehr wirkungsvolle Therapieform der TCM ist, so sollten weitere Aspekte mit in die "Behandlung" einfließen, richtige Ernährung, der Ausgleich zwischen Arbeit und Erholung, Ruhe und Aktivität, etc. und notfalls auch Akupunktur, Massage etc..

 

 

Qi-Übertragung (Fa gong)

 

Eine Sonderform der Qi gong Therapie ist die Heilung mit Qi gong durch den Arzt. Der Arzt überträgt dabei sein eigens Qi auf den Kranken. Bei besonders schwierigen Erkrankungen müssen bis zu 10 Qi-gong-Heiler über einen längeren Zeitraum mehrere Stunden täglich ihr Qi übertragen. 

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